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La Digue – Du hast mich verzaubert – Seychellen Teil 4

La Digue… hört sich doch schon wahnsinnig wohlklingend an, oder? Und es ist nicht nur das, was der Insel diesen einzigartigen Charme verleiht, sondern sie hat einfach so, so viel Paradies auf einmal. Erstmal die Fakten. La Digue ist die Kleinste, der 3 bewohnten Hauptinseln, der Seychellen. Auf der, sage und schreibe, nur 9,81 Quadratkilometer großen Insel, leben 2200 Menschen, die Diguois. Touristenziel ist selbstverständlich einer der berühmtesten und schönsten Strände der Welt, der Anse Source d’Argent. Er ist magisch, ein Paradies, ein Zauberwald. Er ist einfach perfekt. Ich zeige ihn dir natürlich später noch. La Digue ist von Mahé etwa 50 km entfernt und von Praslin 6 km.

Auf einer Insel, die in der Länge gerade mal 5 km misst und in der Breite lediglich 3 km, ist ein Auto oder Motorroller mal so gar nicht notwendig. Es wird geradelt. Ein paar Autos gibt es mittlerweile auch hier aber dabei handelt sich maximal um Personenbeförderung der Luxushotels, ein paar kleinere Baufahrzeuge oder ganz winzige Autos, der Einheimischen, die sich aber sonst auch überwiegend mit Fahrrädern fortbewegen. Straßenlärm oder dergleichen gibt es aber nicht, denn so wirklich Autofahren kann man das dort auch nicht nennen. Wir sind, nach der ziemlich turbulenten Überfahrt, von Praslin aus, auf La Digue angekommen und ich war froh, dass wir nicht von Mahé nach La Digue die Fähre genommen haben, sondern uns für die Variante, Flug nach Praslin und von dort aus erst Fähre nach La Digue, entschieden haben. Kaum raus, aus dem sicheren Hafen Praslins, ging die Luzie nämlich richtig ab;-) Die 1. Welle schien, als wolle sie unser kleines Boot, das übrigens gar nicht mal so klein war, verschlingen und mit ihr ging ein Raunen durch die Menge und einige Passagiere schrien kurz auf. Ja, denn wenn man erstmal oben ist, auf der Welle, muss man natürlich auch wieder runter. Nun gut, es war dann aber ganz witzig zu sehen, wie sich bei einigen die Gesichtsfarbe von rötlich-braun-verbrannt, in kreidebleich verwandelte. Ein Blick nach hinten, um zu checken, wie die Hinterleute aussehen, um gegebenenfalls den Platz zu wechseln. Aber alles super. Denen ging’s gut und wir mussten keine verdauten Mahlzeiten, im Nacken, fürchten:-) Ich war ziemlich cool, muss ich sagen, dafür dass ich eigentlich immer dachte, ich wäre hochgradig gefährdet an Seekrankheit zu leiden. Naja, wurde ich eben eines besseren belehrt und war trotzdem froh nicht 60 Minuten über den Indischen Ozean zu schippern, sondern nur 15 Minuten.

Als wir angekommen sind, liefen wir erstmal den Pier entlang und haben uns einen kurzen Eindruck verschafft. Es hat nicht lange gedauert, bis wir dann unsere Fahrräder gemietet haben. Die Rucksäcke abgeschnallt, rein in’s Körbchen und los. Wir fragten nach unserer Unterkunft, einem kleinen Chalet, im Fleur de Lys. Mmhhhh..wieder so ein wohlklingender Name und was soll ich sagen, diese kleine, privat geführte Anlage ist eine Perle. Kein TV. Mega. Wlan gegen Gebühr. Wir waren zu geizig es zu buchen und so waren wir Eins mit der Insel. Wir hatten uns, die Natur und die Tiere. Es war so herrlich dort und abends ist es noch viel magischer. Im Nachbarchalet waren zwei junge Backpacker-Mädels, die im gedämmten Terrassenlicht saßen, die Beine hoch gelegt hatten und ihre Bücher verschlangen. Richtig entspannte Atmosphäre. Kurz rüber geschaut, gegrüßt und „Hey, good evening“ gerufen, haben auch wir es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht.

Unser wunderschönes Chalet, im Fleur de Lys

Das Frühstück wurde morgens, auf der Terrasse, serviert. Das ist ja dieser „kleine“ Luxus, den wir uns eigentlich fast immer gönnen, dass wir Unterkünfte mit Frühstück buchen und hier war es eben so, dass man morgens die Türen öffnet und ein paar Minuten später kommen Kaffee, Obst, Eierspeisen und Toast. UND…..Hühner. Die essen übrigens alles. Sogar eine kleine Schale mit Butter haben die kleinen Monster leer gepickt. Muss man wissen;-)

Unser super leckeres Frühstück und rechts im Bild sieht man schon den ersten, uneingeladenen Gast, den Hahn

Unser super leckeres Frühstück und rechts im Bild sieht man schon den ersten, uneingeladenen Gast, den Hahn. Er tarnt sich vor der Pflanze.

Aber auch andere Vögel kamen. Zum Beispiel der Madagaskarweber, den ich ja so unglaublich hübsch finde und überhaupt war es ein Gezwitscher, welches paradiesischer einfach nicht sein konnte. Ein paar Regentropfen fielen und machten das Ganze noch schöner. Die warme, feuchte Luft ummantelte uns, während wir entspannt, auf unserer Terrasse gefrühstückt haben.

Der Madagskarweber, mit dem wir unser Frühstück teilten. Er bekam allerdings Essen auf Zuteilung und war nicht so frech wie die Hühner.

Der Madagskarweber, mit dem wir unser Frühstück teilten. Er bekam allerdings Essen auf Zuteilung und war nicht so frech wie die Hühner.

Ja, so haben wir dort gewohnt. Aber wie überall ist es nicht das Hotel oder die Unterkunft, die uns interessieren, sondern wir wollen die Gegend erkunden, Land und Leute kennen lernen. Also rauf auf die Räder und erstmal losfahren. Ohne Ziel. Auf einer so kleinen Insel geht man ja nicht verloren. Ein paar kleine Restaurants gab es und wir mussten uns erstmal stärken. Ganz „landestypisch“ gab es Pizza. Das musste sein. Danach ging es durch die üppig, grün, bewaldeten Hügel und wir sind gemütlich über die Insel gedüst. Angekommen sind wir dann am Grand Anse. Ein überwältigender Strand. Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt, wie wir uns das gewünscht haben. Es regnete, es stürmte und der Wellengang war enorm. So saßen wir einfach nur da, schauten auf’s Meer, genossen mal wieder die feucht-warme Luft und ließen uns vom Regen berieseln. Vorteil, bei dem schlechten Wetter, ist, dass man so gut wie überall seine Ruhe hat und fast keine Menschen trifft.

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Grand Anse, bei leider nicht ganz so schönem Wetter

Anse La Reunion. Durch die dunklen Wolken, sah der Strand irgendwie noch schöner aus, da die Farben so toll zur Geltung kamen, oder?

Anse la Reunion

Anse La Reunion

Eine Vanille-Plantage. Das sah so toll aus

Ja und dann ging es auf, zum Anse Source d’Argent. Auch hier hatten wir leider nicht das allerbeste Wetter aber hey, egal, wir sind auf La Digue, an einem der berühmtesten und schönsten Strände der Welt. Die Felsformationen und die Ruhe, die erstaunlicherweise, herrschte, waren fesselnd. Hinter jeder Ecke fand man etwas neues Beeindruckendes.

 

Anse Source d’Argent

Anse Source d’Argent

Es gab überall diese kleinen Buchten

Ich hatte irgendwie gedacht, dass der Anse Source d’Argent eben ein Strand ist, mit schönen Felsen aber was ich nicht wusste war, dass man wie durch ein Labyrinth läuft und sich wirklich hinter jedem Stein und Fels etwas Aufregendes befand. Ich war benebelt von dieser Naturschönheit und trotz des schlechten Wetters war es einzigartig anzusehen.

Anse Source d’Argent

Irgendwann gelangt man dann zu einer super süßen, entspannten, charmanten Strandbar. Es gibt frische Früchte, Fruchtsäfte und Kokosnüsse en masse. Hach, einfach toll. So natürlich und wunderschön eingebettet, in die Natur.

Beachbar, am Anse Source d’Argent

Die tolle Tischdeko, in der Beachbar

Es gab alle denkbaren Möglichkeiten um zu chillen, zu schlafen, den Ausblick zu genießen oder sonst etwas zu machen. Hängematten, Schaukeln, Bänke, Tische. Alles ist hier selbst und aus den vorhandenen Mitteln gebaut. Ein MUSS diese Beachbar zu besuchen

Da die Hängematten belegt waren, hat Philipp sich die Schaukel klar gemacht;-)

Beachbar

Der Anse Source d’Argent. Er hält was er verspricht und man muss ihn gesehen haben

Einen letzten Blick geworfen und die Atmosphäre aufgesaugt und genossen, bevor wir zurück in’s Fleur de Lys gefahren sind

Das war eine aufregende Zeit, auf La Digue. An unserem letzten Tag, auf der Insel, sind wir noch ein bisschen Fahrrad gefahren um die Zeit zu überbrücken, bis die Fähre ablegt. Was soll ich sagen? Die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Wir radelten also mal wieder drauf los, haben hier und da angehalten und irgendwann haben wir, mitten auf dem Weg, eine riesige Schildkröte getroffen. Getroffen? Kann man das so sagen? 😉 Meine Güte, war das eine Begegnung. Ich habe noch nie eine so große Schildkröte, in der freien Natur gesehen und war so fasziniert, von diesem Tier. Einfach wahnsinnig einmalig, so etwas zu erleben. Wir haben ihr ein paar Blätter hingelegt, die sie genüsslich gefuttert hat und wollten kaum weiter fahren. Aber leider hatten wir keine Wahl. Wir hatten nicht mehr viel Zeit und wollten noch sehen, wohin der Weg uns führt. So ließen wir dieses wunderschöne Tier zurück und sind weiter gefahren.

Diese Dimension ist einfach nur der Wahnsinn. Ein wunderschönes Tier

Diese Dimension ist einfach nur der Wahnsinn. Ein wunderschönes Tier

Am Nachmittag sind wir dann zurück nach Praslin gefahren und von dort aus rüber nach Mahé geflogen. Und so ging auch dieses Abenteuer zu Ende.

Ein toller Ausblick, aus der kleinen Propellermaschine

Ein toller Ausblick, aus der kleinen Propellermaschine

Viel Platz war nicht, in der kleinen Maschine aber es war abenteuerlich und der Blick, bei der Landung, durch die Cockpit-Scheibe war auch ziemlich genial

Mit der Reise zurück endete dann auch leider schon bald unsere Seychellen-Reise. Es ist auf jeden Fall ein wahres Paradies und ich wünsche jedem, von ganzem Herzen, dass er einmal dort hin kommt und diese wunderschönen Inseln erleben kann. Jede Insel ist so anders und wir haben ja nun wirklich nur die drei bewohnten Inseln gesehen. Trotzdem bin ich überwältigt, von dieser Schönheit und der einzigartigen Natur, den wundervollen Menschen und der Herzlichkeit, die einem überall entgegen schlägt. Ich wünsche mir, dass ihr einen kleinen Einblick bekommen habt, was man machen kann, soll und MUSS. Wir auf jeden Fall haben jede Sekunde genossen und werden irgendwann zurückkehren, auf die Seychellen, um uns alle anderen Inseln anzuschauen. Schön, dass ihr dabei seid und mit uns gemeinsam Sand zwischen den Zehen habt…

Wir sagen DANKE und freuen uns, euch dabei zu haben, auf unseren Abenteuern...

Wir sagen DANKE und freuen uns, euch dabei zu haben, auf unseren Abenteuern…

Praslin, du bist einzigartig! – Seychellen Teil 3

Ich frage mich, WIE ich dir erklären soll, dass man sich, innerhalb weniger Stunden, in einen Ort so dermaßen verlieben kann, dass man immer und immer wieder Sehnsucht danach hat. Wir waren leider nur 1 Tag auf Praslin aber diese wunderschöne Insel hat mich verzaubert. Aber von vorne. Praslin ist die zweitgrößte Insel, der inneren Seychellen. Sie ist 12 km lang und 5 km breit. Hier wächst außerdem die berühmte Coco de Mer und im Inselinneren befindet sich das Naturschutzgebiet Vallée de Mai. Hier leben einige seltene, bekannte Vogelarten, wie zum Beispiel der Rabenpapagei oder der Dickschnabel-Fluchtvogel. Die Strände Anse Kerlan und Anse Lazio gehören zu den schönsten der Welt und einen von beiden zeige ich dir auch noch, in diesem Beitrag.

Wir sind ganz früh morgens aufgebrochen, um von Mahé nach Praslin zu kommen. Gebucht hatten wir den Flug, mit Air Seychelles, da ich Bedenken hatte, dass ich die einstündige Überfahrt, mit der Fähre „Cat Cocos“ nicht überstehe. Der Indische Ozean ist gnadenlos und hatte wahnsinnig hohe Wellen. Vor allen Dingen im September. Also sind wir geflogen und ich bin froh, dass wir uns dazu entschieden haben, denn die Aussicht war atemberaubend. Eine kleine Propellermaschine brachte uns, auf dem 15 minütigen Flug, rüber nach Praslin.

Unser Flieger ist gleich startklar. Ist der "Vogel" nicht niedlich? Ein Abenteuer.

Unser Flieger ist gleich startklar. Ist der „Vogel“ nicht niedlich? Ein Abenteuer.

In geringer Höhe ging es dem Sonnenaufgang entgegen und wir hatten einen einzigartigen Ausblick

In geringer Höhe ging es dem Sonnenaufgang entgegen und wir hatten einen einzigartigen Ausblick

Wir saßen zwar wirklich sehr, sehr eng aber es war toll. Das Cockpit war offen und die Piloten gut drauf. Wir waren ca 12 Passagiere. Auf Praslin gelandet, sind wir ein bisschen rumgelaufen und haben dann, Gott sei Dank und zufälligerweise, Selbie kennen gelernt. Er war Taxifahrer und das kam uns ganz recht. Mit ihm haben wir ein bisschen verhandelt und ihn dann kurzerhand für ein paar Stunden „gemietet“. Er hatte noch eine Dame im Auto, die wir zusammen nach Hause gebracht haben um anschließend die Insel kennen zu lernen. Selbie war übrigens ungefähr 2 Meter groß, ziemlich kräftig gebaut und sah aus wie ein großer brauner Teddybär. Er brachte uns zum Anse Lazio, einem der schönsten Strände der Welt. Oh man. Es herrschte eine Ruhe dort, die mystisch war. Da es ja noch sehr früh war, waren keine Touristen dort. Nur wir, der Ozean und ein paar Boote, die vor Anker lagen und im Einklang mit den Wellen schaukelten. Ein Strand, der mir mal wieder den Atem raubte. Selbie hatten wir übrigens ein paar unserer Brote gegeben, denn er wollte im Wagen warten und ein paar unserer Sachen lagen noch dort. Naja, wir dachten, wenn wir ihn mit unserem leckeren Essen bestechen, wird er wohl nicht abhauen. Hätte er wahrscheinlich auch so nicht gemacht;-) Aber ein bisschen Misstrauen kann ja nicht schaden. Nachdem wir ihn aber erfolgreich „bestochen“ haben, haben wir erstmal diese Ruhe genossen. Vorsicht ist hier allerdings geboten. Vor einigen Jahren sind zwei Menschen tödlich verunglückt, bei Haiangriffen. Es gibt einen Bereich, der abgetrennt ist und in dem das Baden und Schwimmen sicher sein soll.

Am Anse Lazio habe ich Gänsehaut gehabt

Am Anse Lazio hatte ich Gänsehaut.

Nachdem wir die morgendliche Stimmung, am Anse Lazio, genossen haben, sind wir eine Weile über die Insel gefahren, haben Witze gemacht und gelacht und wollten dann zum Vallée de Mai. Selbie brachte uns hin und wir vereinbarten, dass wir ihn anrufen, wenn wir fertig sind. Was du auf gar keinen Fall vergessen darfst, wenn du das Naturschutzgebiet besuchst, ist Mückenspray. Puuuuuuuhhhhh. Nachdem Philipp vor 2 Jahren, in Thailand, mit dem Dengue Fieber infiziert wurde, sind wir da immer sehr, sehr vorsichtig. Also, alles richtig eingesprüht und los ging’s. Ist das ein tolles Erlebnis, zwischen diesen riesigen Palmen lang zu laufen, die Coco de Mer zu bewundern, die Vögel zu hören und sich zu fühlen, als wäre man im Dschungel ausgesetzt. Es hat geregnet, während wir dort waren aber die großen Bäume haben das meiste abgehalten und es hat sich toll angehört, wie der Regen auf die BLätter prasselte.

Wir haben uns die erste Stunde, im Nationalpark, ein wenig führen lassen und uns alles erklären lassen. Es ist wirklich empfehlenswert, um mehr über die atemberaubende Flora und Fauna zu erfahren

Wir haben uns die erste Stunde, im Nationalpark, ein wenig führen und uns alles erklären lassen. Es ist wirklich empfehlenswert, um mehr über die atemberaubende Flora und Fauna zu erfahren

Eine einzigartige Natur präsentiert sich im Vallée de Mai.

Eine einzigartige Natur präsentiert sich im Vallée de Mai.

Ein wunderbarer Aussichtspunkt, von dem aus man die grünen Hügel Praslins bewundern kann.

Ein wunderbarer Aussichtspunkt, von dem aus man die grünen Hügel Praslins bewundern kann.

Hach ja, leider waren wir ja nur einen Tag auf Praslin aber wir waren an einem der schönsten Strände der Welt, haben den wohl witzigsten Taxifahrer, der Seychellen, kennen gelernt, waren im wunderschönen Vallée de Mai und konnten eine einzigartige Natur bewundern, sind über die Insel gedüst und am Abend, mit der Fähre, nach La Digue gefahren. Dort hatten wir dann doch noch etwas Spaß, mit dem Indischen Ozean. Die 15 minütige Überfahrt war sehr turbulent und ich war ein weiteres mal froh, dass wir von Mahé nach Praslin geflogen sind. Bei der nächsten Reise, auf die Seychellen, werden wir auf jeden Fall länger auf Praslin bleiben. Es gibt so viel, was wir nicht gesehen haben. Traurig sind wir trotzdem nicht, denn aus der Zeit, die wir hatten, haben wir das allerbeste gemacht und genau darum geht es doch. Man muss immer das tun, was einen glücklich macht!

 

 

 

 

Anse Forbans

Die Seychellen – Ein Paradies, im Indischen Ozean Teil 1

Ich habe immer noch Gänsehaut, wenn ich an die unvergessliche Zeit denke, die wir auf den Seychellen erleben durften. Es ist kaum in Worte zu fassen, wie schön dieses Inselparadies ist. Saftig grüne Hügel, kilometerlange, menschenleere und paradiesische Strände, die in hellstem weiß erstrahlen. Der Kontrast zum türkisfarbenen Meer, auf der einen und den herrlich grünen Palmen auf der anderen Seite, ist einfach so schön, dass es schon fast weh tut. Und dann die typischen Granitfelsen, die vom Meer glatt gespült sind und unwirklich aussehen. Die Menschen dort-glücklich, zufrieden und freundlich. Lass dich von uns mitnehmen, auf eine Reise in ein zauberhaftes Paradies und sei gespannt, auf die 4 Teile, der Seychellen-Beitragsreihe…

Im 1. Teil möchte ich dir erst einmal die Seychellen im Allgemeinen vorstellen, damit du über grundlegende Dinge informiert bist und am Ende des Beitrages, werde ich einige Seiten verlinken, die du dir, für deine Reiseplanung, unbedingt anschauen solltest.

Allgemeines über die Seychellen

Die Republik Seychellen, auch nur Seychellen genannt, gehört zu Afrika und liegt im Indischen Ozean. Es sind etwa 115 Inseln, wovon 42 Granitinseln und 73 Koralleninseln sind. Man teilt sie, aufgrund ihrer Lage, in die Inner Islands und Outer Islands. Die am dichtesten bevölkerten und damit wichtigsten Inseln, sind die Hauptinsel Mahé (154 km²), Praslin (38 km²) und La Digue (10 km²). Das Gebiet der Seychellen gehört zur Zeitzone UTC+4(DTG: Delta). Dies bedeutet, in unseren Wintermonaten, eine Zeitverschiebung von 3 Stunden und während unserer Sommermonate sind uns die Seychellen um 2 Stunden voraus. Die Bevölkerung der Seychellen nennt man Seychellois und es wird Seychellenkreol, Französisch und Englisch gesprochen. Über 80 Prozent sind Katholiken. Die Hauptstadt ist Victoria und es ist eine der niedlichsten und kleinsten Hauptstädte der Welt. Selten habe ich so ein kleines, charmantes Städtchen gesehen. Noch mehr Informationen, auch zu allen anderen Inseln, erhältst du, wenn du die Webseiten besuchst, die ich dir am Ende, des Beitrages, verlinke. In meinen kommenden Beiträgen möchte ich intensiv auf die drei Inseln Mahè, Praslin und La Digue eingehen.

Reisezeit und Klima

Eines steht fest, auf den Seychellen ist es niemals kalt. Die Temperaturen schwanken ganzjährig zwischen 24 Grad und 32 Grad. Regnen wird es trotzdem immer wieder mal und das ist auch gut so. Denn nur deshalb ist dieses Paradies so wundervoll grün. Von Oktober bis April fällt generell etwas mehr Regen aber meistens geschieht dies in einem kurzen und heftigen Guss und oftmals abends oder nachts. Es ist wirklich sehr romantisch und einzigartig, auf einer überdachten Terrasse oder in einer Beachbar zu sitzen, während die Wolken sich entleeren. Falls du tauchen möchtest solltest du im April/Mitte Mai und im Oktober/November/Mitte Dezember die Inseln bereisen. Dann ist das Wasser meist still und klar. Ab Mitte Mai bis etwa Mitte September ist der Ozean recht rau, was bedingt ist durch den Südostwind. Die Temperaturen und die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit, von 80 Prozent, sind dann aber gut zu ertragen und die Brise macht ein Sonnenbad sehr angenehm. An den windzugewandten Seiten solltest du in dieser Zeit allerdings sehr vorsichtig sein, beim Schnorcheln, Tauchen und Baden. Die Brandung ist heftig und es gibt gefährliche Strömungen, die dir selbst in knietiefem Wasser die Beine weg ziehen. Wir waren letztes Jahr im September dort und es hatte wirklich teils sehr hohe Wellen, sodass ich das Ganze stets mit Vorsicht genossen habe. Durch die Gezeiten war das Plantschen dann aber während der Ebbe recht ungefährlich;-)

Die Anreise

Es gibt verschiedene Wege, auf die Seychellen zu gelangen. Wir haben uns für den Nonstop-Flug, ab Frankfurt, mit Condor entschieden. Condor fliegt jeden Freitag (ab September 2016 auch dienstags) nach Mahe und Retoure immer Samstags (ab September 2016 auch mittwochs). Alle 4 Verbindungen sind Nachtflüge und man ist dann demnach jeweils am nächsten Morgen am Zielort. Die Flugdauer beträgt etwa 10 Stunden. Du kannst aber auch mit Emirates, über Dubai, oder mit Ethiopian Airlines, über Addis Abeba, fliegen. Ausschlaggebend, dass wir die Direktverbindung gewählt haben, war, dass es eben einfach am schnellsten ist und man in kürzester Zeit im Paradies ist. Wiederrum muss ich aber auch sagen, würde ich bei der nächsten Seychellenreise wohl eher eine der anderen Airlines bevorzugen, da man wesentlich mehr Sitzkomfort hat, auch in der „Holzklasse“ und das Freigepäck, von 46 kg bei Ethiopian Airlines und 30 kg bei Emirates, einfach nicht mit Condor mithalten kann. Lediglich 20 kg bietet Condor an Freigepäck an. Auch das Essen dürfte wohl etwas besser sein, bei den anderen Airlines. Du musst einfach für dich abwägen, was dir wichtiger ist.

Flora und Fauna

Auf den Seychellen leben 3 verschiedene Arten von Riesenschildkröten. Wirklich sehr beeindruckende Tiere, die ich dir in den nächsten Beiträgen noch zeigen werde. Aber auch die einheimische Vogelwelt gehört zu den artenreichsten, im gesamten westlichen Indischen Ozean. Im Vallée de Mai, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt, ist der Seychellen Vasapapagei und die berühmte Coco de Mer beheimatet. Viele tropische Frucht- und Nutzpflanzen wachsen auf den Seychellen. Auberginen, Papayas, Mangos, Sternfrucht, Zuckerrohr und Zitronengras sind nur einige Exoten. Auch Gewürze wie Vanille, Pfeffer oder Muskat findest du hier. Kokospalmen wurden in Plantagen angepflanzt und liefern den wichtigsten Exportartikel – Kopra. Außerdem wurden Banyanbäume und tropische Nutzhölzer angepflanzt. Du siehst also, es gibt eine ganze Menge zu entdecken und das ist nur ein kleiner Auszug, der heimischen Flora und Fauna. Uns zumindest haben diese Inseln so in Ihren Bann gezogen, dass wir heute noch jeden Tag davon träumen. Selbst die Tauben hören sich hier sehr wohlklingend an;-)

Fortbewegung auf und zwischen den Inseln

Auf Mahé bietet es sich auf jeden Fall an, ein Auto zu mieten. Beziehungsweise ist es ein MUSS, denn nur so bist du hundert prozentig unabhängig und kannst diese wunderschöne, atemberaubende Insel erkunden, bewundern und entdecken. Es herrscht Linksverkehr und die Straßen sind zwar überwiegend gut zu befahren aber an den Straßenrändern befinden sich sehr tiefe Rinnen, auf die du Acht geben solltest. Denn wenn du dort rein fährst, kommst du ohne fremde Hilfe, erstens nicht mehr raus und zweitens gibt es sicherlich einen erheblichen Schaden, am Wagen. Der Linksverkehr ist trotz allem super zu meistern, auch wenn die Einheimischen die Straßen teilweise sehr mörderisch befahren. Fahre einfach mit Bedacht, setze den Blinker links, falls einer drängelt und winke ihn freundlich vorbei. Dann kannst du deine Fahrt entspannt fortsetzen und nebenbei an vielen Stellen anhalten um die Strände oder die wunderschöne Natur zu bestaunen. Es fahren auch Busse aber ich glaube einen wirklichen Zeitplan haben diese nicht.

Von Mahè nach Praslin kommst du mit der Schnellfähre, die 3 mal pro Tag verkehrt und ca. 60 Minuten braucht. Die Kosten liegen bei 50 Euro, pro Person und Strecke, wenn du die Economy Class und über Seychelles-Info.com buchst. Den Link zu der Seite, findest du auch am Ende. Du kannst von Praslin aus dann auch weiter fahren, nach La Digue. Der günstigste Preis liegt hier, pro Strecke und Person, bei 14 Euro, wenn du Hin- und Rückfahrt buchst. Die Fahrt dauert keine 20 Minuten. Wenn du aber direkt nach La Digue möchtest, von Mahè aus und seefest bist, dann kannst du auch diese Verbindung wählen. Der günstigste Preis liegt hier bei 64 Euro. Wir sind übrigens nur von Praslin nach La Digue und Retoure gefahren. Wissen solltest du, dass der Indische Ozean echt Gas gibt, was den Wellengang angeht, im September. Das haben wir auf der kurzen Fahrt gemerkt. Deshalb solltest du wirklich genau schauen, welche Transfer-Art du wählst, wenn du schnell seekrank wirst. Wie wir von Mahe nach Praslin gekommen sind, fragst du dich? Eine echt geile Alternative, zur Fähre, ist der Flug, mit Air Seychelles. Sehr abenteuerlich!!! Mit einer kleinen Propellermaschine, geht es in 15 Minuten nach Praslin. Eine grandiose Aussicht ist garantiert. Ich fand das wirklich mega genial und trotz meiner Flugangst, hätte ich stundenlang über dieses tolle Inselarchipel fliegen können. Allerdings zahlst du dafür auch das Doppelte. Wir sind nach Praslin und Retoure geflogen und haben pro Strecke und Person 120 Euro bezahlt. Die Preise können sicherlich variieren. Den Flug hatten wir über den Seychellen-Spezialisten „Seyvillas“ gebucht. Auf Praslin haben wir uns einen Taxifahrer gesucht, der mit uns quer über die Insel gefahren ist und auf La Digue sind wir, ganz typisch, Fahrrad gefahren.

Unterkünfte

Hierzu möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen, denn es gibt von der günstigeren Selfcatering Anlage bis hin zum Luxushotel alles. Richtig „billig“ wirst du wenig finden, denke ich aber ich möchte es nicht ausschließen. Wir hatten ein tolles Hotel, auf Mahè und auf La Digue ein nettes, kleines Chalet, in dem das Frühstück inkludiert war. Ausgestattet war es aber auch mit einer Küche, um sich mittags oder abends Essen zuzubereiten. Die Bilder und mehr Informationen, über diese beiden Unterkünfte, kannst du in den nächsten Teilen, der Seychellen-Reihe lesen und anschauen. Eins ist gewiss: Es sind traumhafte Bilder und ich bin mir sicher, dass du dich verlieben wirst;-)

Links und hilfreiche Webseiten

  • Sitours – Hier haben wir das Mietauto, auf Mahé, gebucht aber du kannst dir auch deine komplette Reise. individuell zusammenstellen lassen. Der Kontakt und der gesamte Ablauf war sehr professionell und angenehm. Ich kann diesen Seychellen-Spezialisten uneingeschränkt weiter empfehlen.
  • Seyvillas – Ebenfalls ein Spezialist und super Reisepartner. Mit Seyvillas reist du ganz entspannt auf die Seychellen und ebenfalls ganz individuell. Hier haben wir die Inlandsflüge, die Fährverbindungen und das Chalet, auf Praslin, gebucht. Alles hat wunderbar funktioniert und ich würde immer wieder dort buchen.
  • Wikipedia – Hier findest du super viele, interessante, allgemeine Informationen, über die Inseln.
  • Auswärtiges Amt – Ja, auch ein Blick in die Reise- und Sicherheitshinweise gehört für mich, vor einer Reise dazu. Du solltest dich nicht verrückt machen aber auf das ein oder andere muss man schon achten, bzw. sich schützen.
  • Holidaycheck – Wenn du gerne pauschal buchen möchtest, dann bietet sich Holidaycheck, als kompetentes Internet-Reisebüro an.
  • Tripadvisor, Booking, Ebookers, Skyscanner, Flugladen, Bucher Reisen, Meier’s Weltreisen, Jahn Reisen – Das sind nochmal einige Anbieter und Portale, über die wir schon oft und sehr zufriedenstellend gebucht haben. Unabhängig davon ob es nur ein Flug, nur ein Hotel oder pauschal war.

Gefällt dir der Beitrag oder habe ich etwas vergessen? Hast du Fragen? Dann zögere nicht und schreibe uns einen Kommentar. Im nächsten Beitrag stelle ich dir die wunderschöne Insel „Mahé“ vor, mit gaaaanz viel Bildern und vielen hilfreichen Tipps.